Enthüllung: "Der Mann, der aus der Enge tritt" in Darmstadt, am 6. Februar um 10:00, des Bildhauers Waldemar Otto
1. Februar 2026. Darmstadt:
Auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird am Freitag, den 6. Februar um 10:00 eine überlebensgroße Bronzeskulptur, "Mann aus der Enge tretend" des Worpsweder Bildhauers und Mitglied der Darmstädter Sezession Waldemar Otto enthüllt. Es wird dort einen Empfang mit einer Rede des Bürgermeisters Hanno Benz (SPD) geben.
Die Skulptur ist bereits in der Darmstädter Erich-Ollenhauer-Passage , Höhe Pützerstrasse aufgestellt, bis jetzt noch verhangen und hinter einem Bauzaun. Der aus der Enge heraustretende Bronze-Mann blickt auf die Mathildenhöhe hinauf. Damit ist er nun Bestandteil der "Darmstädter Menschenbild Skulptour", bei der etwas zwanzig Skulpturen entlang einer Strecke vom Rosenhöhe-Park über zentrale Plätze bis zur Mathildenhöhe und anderen Stadträumen miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die "Mathildenhöhe Darmstadt" ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Der "Mann aus der Enge tretend" ist eine der stärksten Arbeiten des im Jahr 2020 verstorbenen Bildhauers Waldemar Otto: sie zeigt eine überlebensgroße männliche Figur zwischen zwei eng stehenden Stahl-Wänden mit einer Höhe von über 3 Metern. Die Figur steht im Begriff, aus dieser Enge herauszutreten, und ihre Hände greifen dabei an die Wandflächen, als würden sie sich am begrenzenden Raum abstoßen, um ins Freie zu gelangen. Die Wände sind schräg gestellt, was trotz ihrer kurzen Distanz den Eindruck eines tiefen, beengenden Raumes erzeugt.
Die Figur ist zwar figurativ, aber stilisiert und bewusst deformiert: Augen fehlen, die Proportionen und Details der Gliedmaßen sind so gestaltet, dass sie weniger naturalistisch erscheinen und vielmehr die thematische Aussage hervorheben. Besonders die Hände – deren Finger verbreitert und abgeflacht sind – unterstreichen die gespannte, tastende Bewegung aus der Enge.
Waldemar Otto thematisiert hier die gesellschaftliche Einengung des Individuums. Der in die Enge gedrängte Mensch steht metaphorisch für die Beschränkungen, die soziale und persönliche Bedingungen dem Einzelnen auferlegen. Die Darstellung ohne Augen kann als Hinweis verstanden werden, dass Menschen diese Beschränkungen oft nicht mehr bewusst wahrnehmen. Die Bewegung aus der Enge heraus – das Heraustreten – symbolisiert den Versuch, trotz Zwängen und Begrenzungen Freiheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.
Diese Skulptur gehört zur Werkgruppe „Figuren zwischen Wänden“, in der Otto wiederholt das Spannungsverhältnis zwischen Figur und Raum sowie zwischen Individuum und gesellschaftlicher Struktur künstlerisch erkundet. Die Massivität des Materials Bronze und die monumentale Größe verstärken den Eindruck von Gewicht, Widerstand und existenzieller Anstrengung.
Im öffentlichen Raum entfaltet „Der Mann, der aus der Enge tritt“ eine besonders starke Wirkung, weil die Skulptur den Betrachter unmittelbar mit einer existenziellen Situation konfrontiert. Die überlebensgroße Figur wirkt verletzlich und zugleich angespannt – viele Menschen erkennen in der Haltung des Körpers ein eigenes Gefühl von Druck, Überforderung oder Eingeschränktsein wieder. Gerade an stark frequentierten Orten entsteht ein Kontrast zwischen dem alltäglichen Vorübergehen und dem inneren Kampf, den die Figur sichtbar macht.
Die Enge zwischen den Wänden lässt sich leicht auf moderne Lebensbedingungen übertragen: Leistungsdruck, gesellschaftliche Erwartungen oder persönliche Zwänge. Dass die Figur gerade im Moment des Heraustretens gezeigt wird, verleiht dem Werk jedoch eine hoffnungsvolle Dimension. Es geht nicht um Resignation, sondern um Bewegung, Widerstand und den Versuch, sich Raum und Freiheit zu verschaffen.
Viele Betrachter empfinden die Skulptur deshalb als stillen Appell: Sie fordert dazu auf, innezuhalten und über die eigenen Grenzen nachzudenken. Im öffentlichen Raum wird das Werk so zu einem Spiegel menschlicher Erfahrungen – sichtbar für alle, ohne Erklärung, aber mit großer emotionaler Kraft.
Die Bronze-Skulptur war seinerzeit ein Geschenk des Bildhauers Waldemar Otto an die Kunsthalle Darmstadt als Wertschätzung an die hervorragende Arbeit für figürliche Kunst der damaligen Leiterin Dorit Marhenke und hatte damals einen Wert von rund 180 000 DM. Bis zum Jahr 2000 stand sie direkt vor der Kunsthalle. Dann wurde sie abgebaut und lagerte in der Kunsthalle, bis Annemarie Pötzelberger die ehrenamtliche Tätigkeit übernahm, die Rechte an der Plastik zu klären und den Künstler in Worpswede aufsuchte. Gemeinsam setzten sie den Schenkungsvertrag an den Kunstverein neu auf. Dieser schenkte sie sofort an die Stadt Darmstadt weiter. Da durch den unsachgemäßen Abbau und die falsche Lagerung der Plastik Teile verschwunden und kaputt gegangen waren, war auch eine umfangreiche Reparatur und Rekonstruktion der Arbeit notwendig. Das fiel aber erst auf, als man die Plastik zum 100-jährigen Bestehen der Darmstädter Sezession im Jahr 2019 wieder aufbauen wollte. Insgesamt über 17 Jahre dauerten die Bemühungen von Annemarie Pötzelberger, die Schenkung dem Darmstädter Publikum zugänglich zu machen. Die Rekonstruktion der Plastik wurde Anfang 2025 von der damaligen Kulturreferentin Frau Dr. Gabriele König in Auftrag gegeben. Nun, Ende 2025, sorgte Dr. Philipp Gutbrod als Direktor des städtischen Institut Mathildenhöhe und Kulturreferent der Wissenschaftsstadt Darmstadt dafür, dass das Fundament gegossen und die Plastik mit einer Tafel aufgestellt wurde .
Der "Mann aus der Enge tretend" wird dann ab nächsten Freitag der Kälte des Februars ausgesetzt - dem warmen Sommer entgegenblicken und ihm mit seinen zögernden und vorsichtigen Schritten entgegentreten.
Eine weitere klassische Fassung steht seit 1981 im Museumsgarten im Eingangsbereich des Stadtmuseums Oldenburg und eine weitere Installation der Skulptur wurde 2007 in Essen-Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen) an der Kreuzung Lenbachstraße/Janssenstraße aufgestellt. Einen "Mann aus der Enge tretend" hatte der Künstler für sich zurückbehalten und sie in seinem Atelier in Worpswede aufgestellt. Diesen Nachlass haben die Erben gemeinsam dem Gerhard-Marcks-Haus unter der Leitung von Arie Hartog in Bremen gestiftet. Es hält die Plastik zum Verleih für Ausstellungen anderer Museen und öffentlichen Einrichtungen bereit.
Servicetip für SpaziergängerInnen: Der Aufstellungsort in Darmstadt selbst ist eine Sehenswürdigkeit: die Darmstädter "Skulptour" entstand als Fortsetzung der Diskussionen um das „Menschenbild in unserer Zeit“, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Darmstadt geführt wurden; sie verbindet damit die künstlerische Darstellung menschlicher Existenz und Haltung mit dem städtischen Raum. So wird die "Tour" von Horst Dieter Bürkle , ehemaliger Präsident der "Darmstädter Sezession", genannt.
Sie führt zu ausgewählten Werken im öffentlichen Raum, die in ihrer ästhetischen, symbolischen oder gesellschaftlichen Aussage unterschiedliche Aspekte des Menschenbildes berühren – etwa menschliche Würde, Körperlichkeit, Identität, Stärke, Verletzlichkeit oder die Rolle des Menschen in der Gesellschaft. Die "Darmstädter Sezession" ist eine Künstlervereinigung, die 1919 in Darmstadt gegründet worden war. Sie entstand aus dem Geist des Aufbruchs nach dem Ersten Weltkrieg und verstand sich als Abkehr von akademischer, konservativer Kunst - daher der Begriff "Sezession". Ziel war die Förderung moderner, experimenteller Kunst, Expressionismus, Neuer Sachlichkeit, später auch abstrakter und zeitgenössischer Kunst als offenes Forum für moderne Kunst.
Literatur: Horst Dieter Bürkle, Ausstellungskatalog: "Bestandsaufnahme. Die Darmstädter Sezession 2013". Er führt auf seiner "Skulptour" zu zwanzig skulpturalen Objekten im öffentlichen Raum der Stadt Darmstadt. Von der Rösenhöhe zur Mathildenhöhe, über die Ollenhauerpromenade und das Darmstadium, vorbei am Justus-Liebig-Haus bis zum Kapellplatz und dem Ludwig-Georgs-Gymnasium. Eine Stadtführung der besonderen Art.Vorgestellt werden „Der Dichter als flüchtiger Erdengast“ (Thomas Duttenhoefer), „Ansprengende Reiter“ (Bernhard Hoetger), „Trinkender Jüngling“ (Ludwig Habich), „Mann und Weib“ (Ludwig Habich), „Gottfried-Schwab-Denkmal“ (Ludwig Habich), „Sterbende Mutter mit Kind“ (Bernhard Hoetger), „Gefesselter II“ (Waldemar Grzimek), „Badende“ (Bernhard Hoetger), „Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft“ (Thomas Duttenhoefer), „Große Stehende“ (Georg von Kovats), „Eine Frau und ein Mann“ (Lutz Brockhaus), „Adam“ (Richard Heß), „Aussteiger“ (Eberhard Linke), „Stürzender Reiter“ (Waldemar Grzimek), „Fenstergucker“ (Richard Heß), „Buchhändler“ (Michael Schwarze), „Großer Tanzschritt“ (Giacomo Manzù), „Seherin“ (Hermann Geibel), „Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus“ (Thomas Duttenhoefer) und „Zwei Figuren in Beziehung“ (Bernhard Heiliger).
Autorin: Katharina Otto, (Tochter von Waldemar Otto)
Frobenstrasse 3, 12249 Berlin
kat.otto@gmail.com
Tel: 0176 52 87 1967
www.waldemar-otto.org ist die offizielle Seite für den Worpsweder Bildhauer Waldemar Otto
www.waldemar-otto.de ist die Seite für den Bildhauer und Vater Waldemar Otto
Link zu den Skulpturen in Oldenburg: https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/familie/kinder/spannendes-ueber-oldenburg/kunst-in-oldenburg/mann-aus-der-enge-heraustretend.html
Link zu den Skulpturen in Essen-Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen): https://www.guenter-pilger.de/php/bildlupe.php?pfad=Skulpturen_6&bild=Sparkasse_Stammhaus-2.jpg
Auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird am Freitag, den 6. Februar um 10:00 eine überlebensgroße Bronzeskulptur, "Mann aus der Enge tretend" des Worpsweder Bildhauers und Mitglied der Darmstädter Sezession Waldemar Otto enthüllt. Es wird dort einen Empfang mit einer Rede des Bürgermeisters Hanno Benz (SPD) geben.
Die Skulptur ist bereits in der Darmstädter Erich-Ollenhauer-Passage , Höhe Pützerstrasse aufgestellt, bis jetzt noch verhangen und hinter einem Bauzaun. Der aus der Enge heraustretende Bronze-Mann blickt auf die Mathildenhöhe hinauf. Damit ist er nun Bestandteil der "Darmstädter Menschenbild Skulptour", bei der etwas zwanzig Skulpturen entlang einer Strecke vom Rosenhöhe-Park über zentrale Plätze bis zur Mathildenhöhe und anderen Stadträumen miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die "Mathildenhöhe Darmstadt" ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Der "Mann aus der Enge tretend" ist eine der stärksten Arbeiten des im Jahr 2020 verstorbenen Bildhauers Waldemar Otto: sie zeigt eine überlebensgroße männliche Figur zwischen zwei eng stehenden Stahl-Wänden mit einer Höhe von über 3 Metern. Die Figur steht im Begriff, aus dieser Enge herauszutreten, und ihre Hände greifen dabei an die Wandflächen, als würden sie sich am begrenzenden Raum abstoßen, um ins Freie zu gelangen. Die Wände sind schräg gestellt, was trotz ihrer kurzen Distanz den Eindruck eines tiefen, beengenden Raumes erzeugt.
Die Figur ist zwar figurativ, aber stilisiert und bewusst deformiert: Augen fehlen, die Proportionen und Details der Gliedmaßen sind so gestaltet, dass sie weniger naturalistisch erscheinen und vielmehr die thematische Aussage hervorheben. Besonders die Hände – deren Finger verbreitert und abgeflacht sind – unterstreichen die gespannte, tastende Bewegung aus der Enge.
Waldemar Otto thematisiert hier die gesellschaftliche Einengung des Individuums. Der in die Enge gedrängte Mensch steht metaphorisch für die Beschränkungen, die soziale und persönliche Bedingungen dem Einzelnen auferlegen. Die Darstellung ohne Augen kann als Hinweis verstanden werden, dass Menschen diese Beschränkungen oft nicht mehr bewusst wahrnehmen. Die Bewegung aus der Enge heraus – das Heraustreten – symbolisiert den Versuch, trotz Zwängen und Begrenzungen Freiheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.
Diese Skulptur gehört zur Werkgruppe „Figuren zwischen Wänden“, in der Otto wiederholt das Spannungsverhältnis zwischen Figur und Raum sowie zwischen Individuum und gesellschaftlicher Struktur künstlerisch erkundet. Die Massivität des Materials Bronze und die monumentale Größe verstärken den Eindruck von Gewicht, Widerstand und existenzieller Anstrengung.
Im öffentlichen Raum entfaltet „Der Mann, der aus der Enge tritt“ eine besonders starke Wirkung, weil die Skulptur den Betrachter unmittelbar mit einer existenziellen Situation konfrontiert. Die überlebensgroße Figur wirkt verletzlich und zugleich angespannt – viele Menschen erkennen in der Haltung des Körpers ein eigenes Gefühl von Druck, Überforderung oder Eingeschränktsein wieder. Gerade an stark frequentierten Orten entsteht ein Kontrast zwischen dem alltäglichen Vorübergehen und dem inneren Kampf, den die Figur sichtbar macht.
Die Enge zwischen den Wänden lässt sich leicht auf moderne Lebensbedingungen übertragen: Leistungsdruck, gesellschaftliche Erwartungen oder persönliche Zwänge. Dass die Figur gerade im Moment des Heraustretens gezeigt wird, verleiht dem Werk jedoch eine hoffnungsvolle Dimension. Es geht nicht um Resignation, sondern um Bewegung, Widerstand und den Versuch, sich Raum und Freiheit zu verschaffen.
Viele Betrachter empfinden die Skulptur deshalb als stillen Appell: Sie fordert dazu auf, innezuhalten und über die eigenen Grenzen nachzudenken. Im öffentlichen Raum wird das Werk so zu einem Spiegel menschlicher Erfahrungen – sichtbar für alle, ohne Erklärung, aber mit großer emotionaler Kraft.
Die Bronze-Skulptur war seinerzeit ein Geschenk des Bildhauers Waldemar Otto an die Kunsthalle Darmstadt als Wertschätzung an die hervorragende Arbeit für figürliche Kunst der damaligen Leiterin Dorit Marhenke und hatte damals einen Wert von rund 180 000 DM. Bis zum Jahr 2000 stand sie direkt vor der Kunsthalle. Dann wurde sie abgebaut und lagerte in der Kunsthalle, bis Annemarie Pötzelberger die ehrenamtliche Tätigkeit übernahm, die Rechte an der Plastik zu klären und den Künstler in Worpswede aufsuchte. Gemeinsam setzten sie den Schenkungsvertrag an den Kunstverein neu auf. Dieser schenkte sie sofort an die Stadt Darmstadt weiter. Da durch den unsachgemäßen Abbau und die falsche Lagerung der Plastik Teile verschwunden und kaputt gegangen waren, war auch eine umfangreiche Reparatur und Rekonstruktion der Arbeit notwendig. Das fiel aber erst auf, als man die Plastik zum 100-jährigen Bestehen der Darmstädter Sezession im Jahr 2019 wieder aufbauen wollte. Insgesamt über 17 Jahre dauerten die Bemühungen von Annemarie Pötzelberger, die Schenkung dem Darmstädter Publikum zugänglich zu machen. Die Rekonstruktion der Plastik wurde Anfang 2025 von der damaligen Kulturreferentin Frau Dr. Gabriele König in Auftrag gegeben. Nun, Ende 2025, sorgte Dr. Philipp Gutbrod als Direktor des städtischen Institut Mathildenhöhe und Kulturreferent der Wissenschaftsstadt Darmstadt dafür, dass das Fundament gegossen und die Plastik mit einer Tafel aufgestellt wurde .
Der "Mann aus der Enge tretend" wird dann ab nächsten Freitag der Kälte des Februars ausgesetzt - dem warmen Sommer entgegenblicken und ihm mit seinen zögernden und vorsichtigen Schritten entgegentreten.
Eine weitere klassische Fassung steht seit 1981 im Museumsgarten im Eingangsbereich des Stadtmuseums Oldenburg und eine weitere Installation der Skulptur wurde 2007 in Essen-Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen) an der Kreuzung Lenbachstraße/Janssenstraße aufgestellt. Einen "Mann aus der Enge tretend" hatte der Künstler für sich zurückbehalten und sie in seinem Atelier in Worpswede aufgestellt. Diesen Nachlass haben die Erben gemeinsam dem Gerhard-Marcks-Haus unter der Leitung von Arie Hartog in Bremen gestiftet. Es hält die Plastik zum Verleih für Ausstellungen anderer Museen und öffentlichen Einrichtungen bereit.
Servicetip für SpaziergängerInnen: Der Aufstellungsort in Darmstadt selbst ist eine Sehenswürdigkeit: die Darmstädter "Skulptour" entstand als Fortsetzung der Diskussionen um das „Menschenbild in unserer Zeit“, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Darmstadt geführt wurden; sie verbindet damit die künstlerische Darstellung menschlicher Existenz und Haltung mit dem städtischen Raum. So wird die "Tour" von Horst Dieter Bürkle , ehemaliger Präsident der "Darmstädter Sezession", genannt.
Sie führt zu ausgewählten Werken im öffentlichen Raum, die in ihrer ästhetischen, symbolischen oder gesellschaftlichen Aussage unterschiedliche Aspekte des Menschenbildes berühren – etwa menschliche Würde, Körperlichkeit, Identität, Stärke, Verletzlichkeit oder die Rolle des Menschen in der Gesellschaft. Die "Darmstädter Sezession" ist eine Künstlervereinigung, die 1919 in Darmstadt gegründet worden war. Sie entstand aus dem Geist des Aufbruchs nach dem Ersten Weltkrieg und verstand sich als Abkehr von akademischer, konservativer Kunst - daher der Begriff "Sezession". Ziel war die Förderung moderner, experimenteller Kunst, Expressionismus, Neuer Sachlichkeit, später auch abstrakter und zeitgenössischer Kunst als offenes Forum für moderne Kunst.
Literatur: Horst Dieter Bürkle, Ausstellungskatalog: "Bestandsaufnahme. Die Darmstädter Sezession 2013". Er führt auf seiner "Skulptour" zu zwanzig skulpturalen Objekten im öffentlichen Raum der Stadt Darmstadt. Von der Rösenhöhe zur Mathildenhöhe, über die Ollenhauerpromenade und das Darmstadium, vorbei am Justus-Liebig-Haus bis zum Kapellplatz und dem Ludwig-Georgs-Gymnasium. Eine Stadtführung der besonderen Art.Vorgestellt werden „Der Dichter als flüchtiger Erdengast“ (Thomas Duttenhoefer), „Ansprengende Reiter“ (Bernhard Hoetger), „Trinkender Jüngling“ (Ludwig Habich), „Mann und Weib“ (Ludwig Habich), „Gottfried-Schwab-Denkmal“ (Ludwig Habich), „Sterbende Mutter mit Kind“ (Bernhard Hoetger), „Gefesselter II“ (Waldemar Grzimek), „Badende“ (Bernhard Hoetger), „Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft“ (Thomas Duttenhoefer), „Große Stehende“ (Georg von Kovats), „Eine Frau und ein Mann“ (Lutz Brockhaus), „Adam“ (Richard Heß), „Aussteiger“ (Eberhard Linke), „Stürzender Reiter“ (Waldemar Grzimek), „Fenstergucker“ (Richard Heß), „Buchhändler“ (Michael Schwarze), „Großer Tanzschritt“ (Giacomo Manzù), „Seherin“ (Hermann Geibel), „Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus“ (Thomas Duttenhoefer) und „Zwei Figuren in Beziehung“ (Bernhard Heiliger).
Autorin: Katharina Otto, (Tochter von Waldemar Otto)
Frobenstrasse 3, 12249 Berlin
kat.otto@gmail.com
Tel: 0176 52 87 1967
www.waldemar-otto.org ist die offizielle Seite für den Worpsweder Bildhauer Waldemar Otto
www.waldemar-otto.de ist die Seite für den Bildhauer und Vater Waldemar Otto
Link zu den Skulpturen in Oldenburg: https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/familie/kinder/spannendes-ueber-oldenburg/kunst-in-oldenburg/mann-aus-der-enge-heraustretend.html
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Auktion Bronzen am 29.1.2026
Vorbesichtigung: 23./24./26. Januar 2026
Die Auktion „Waldemar Otto. Bronzen“ versammelt 50 Skulpturen aus dem Nachlass des Bildhauers Waldemar Otto (1929-2020). Die ausgewählten Werke von 1961 bis 2018 spiegeln 60 Jahre seines Schaffens im Bereich der Figuration. Sie sind geprägt von einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur. Otto verstand es, Körperhaltungen, Bewegungen und Gesten in einer eindrucksvollen Spannung zwischen Realismus und Abstraktion darzustellen.
Wer Online bieten möchte, muss sich bis zu 24 Stunden vorher bei VAN HAM registrieren und anmelden!
Registrieren Sie sich hier zum Online-Bieten: https://auction.van-ham.com/register.html.
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Archiv
Waldemar Otto. Das Leben - eine Skulptur. Gedächtnisausstellung
Galerie Cohrs-Zirus, Worpswede, 24.05.-31.07.2025

Der Bildhauer Waldemar Otto - Atelier- und Ausstellungsbesuche 2005 - 2018 (Ein Buch von Klaus Benhof)
Hardcover, 112 Seiten, Eigenverlag 2021
Der Fotoband, der am 8. September 2021 erschienen ist, gibt Einblick in das Atelier des Bildhauers Waldemar Otto und portraitiert ihn und seine Frau Margaret Kelley während der Offenen Ateliers und bei Ausstellungseröffnungen im Zeitraum von 2005 - 2018.
Zur Vorstellung der Veröffentlich und zur Fotobuch-Edition hat der Verleger Hans-Günther Pawelcik ein Gespräch mit dem Fotografen Klaus Benhof geführt.
Das Buch an folgenden Orten zum Selbstkostenpreis bezogen werden:
Der Fotoband, der am 8. September 2021 erschienen ist, gibt Einblick in das Atelier des Bildhauers Waldemar Otto und portraitiert ihn und seine Frau Margaret Kelley während der Offenen Ateliers und bei Ausstellungseröffnungen im Zeitraum von 2005 - 2018.
Zur Vorstellung der Veröffentlich und zur Fotobuch-Edition hat der Verleger Hans-Günther Pawelcik ein Gespräch mit dem Fotografen Klaus Benhof geführt.
Das Buch an folgenden Orten zum Selbstkostenpreis bezogen werden:
- Große Kunstschau Worpswede, Lindenallee 5, 27726 Worpswede, Tel. 04792-1302
- Barkenhoff Worpswede, Ostendorfer Straße 10, 27726 Worpswede, Tel. 04792-3968
- Worpsweder Kunsthalle - Kunststiftung Friedrich Netzel, Bergstraße 17, 27726 Worpswede, Tel. 04792-1277
- Haus im Schluh, Im Schluh 35-37, 27726 Worpswede, Tel. 04792-522
- MIMIS-ERBE: RAUM FÜR KUNST, Findorffstraße 10, 27726 Worpswede
- Touristeninformation Worpswede, Bergstraße 13, 27726 Worpswede
- Buchhandlung Friedrich Netzel, Findorffstraße 29, 27726 Worpswede
- Klaus Benhof: info (at) photo-art-online.de
